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Aktuelles aus dem KAV

Pressemitteilung

Wir machen uns weiter stark für den Fischschutz in Saxfähre (und anderswo)

Seit 2011 bemühen sich die Lokale Agenda 21  Koldenbüttel und der Kreisanglerverband

Nordfriesland gemeinsam um die Errichtung einer zukunftsweisenden und einzigartigen

Fischschutzanlage am Schöpfwerk Saxfähre. Was zunächst als reine Auf- und Abstiegshilfe

für den Aal gedacht war, wurde im Laufe der Jahre planerisch zu einer umfassenden

Schutzanlage für alle Fischarten erweitert.

Die Planung der Anlage, die eine vollständige Durchgängigkeit z.B. auch für den

dreistacheligen Stichling bieten soll, stammt von Dr. Reinhard Hassinger von der Uni Kassel,

der in Deutschland als Vorreiter des modernen Fischschutzes an Pump- und Kraftwerken gilt. 

Diese Idee einer vollständigen Durchgängigkeit war von Anfang an das Spannende an

Hassingers Ansatz. Und genau dafür wollten und wollen die Initiatoren ein Modellvorhaben

nach Koldenbüttel holen. Kleine Teillösungen für einzelne Fischarten gibt es bereits genug.

Der Einsatz moderner Steuerungstechnik eröffnet gerade durch Hassingers Planungen  völlig

neue Wege eines umfassenden Fischschutzes, den es so bislang nur an sehr wenigen

Stellen in Europa gibt.

In Koldenbüttel ist ein solches Projekt übrigens gut aufgehoben, weil es von vielen Menschen

getragen wird. Bei mehreren Veranstaltungen in den letzten Jahren konnte die gemeinsame

Initiative viele Mitbürgerinnen für die Sache des Aal- bzw. Fischschutzes interessieren.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss für die Arbeiten am Hafen von Friedrichskoog

ergaben sich völlig neue Perspektiven:

Das Fischschutzprojekt Saxfähre sollte nach den Worten dieses Beschlusses das Ausgleichs-

projekt für die in Friedrichskoog vorgenommenen schweren Eingriffe in die Natur werden.

Damit schien das Projekt finanziell gesichert zu sein. Seit einiger Zeit wird im Ministerium

für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (abgekürzt MELUND),

das u.a. für den Küstenschutz und damit für die Baumaßnahmen in Friedrichskoog

und Saxfähre zuständig ist, ein Sinneswandel  in Sachen Fischschutz erkennbar. Obgleich

der Planfeststellungsbeschluss vom 16.03.2015  unmissverständlich die Fischschutzpassage

in Saxfähre als Kompensationsmaßnahme vorgibt und auch relativ genau regelt, wie diese

Maßnahme z.B. durch ein durchdachtes Monitoring flankiert werden könnte, will man seit

einigen Monaten von dieser planfestgestellten Vorgabe nicht mehr viel wissen. An ihre Stelle

soll eine Alternativlösung treten,die eine wirkliche Durchgängigkeit im Gewässersystem

keineswegs garantiert. Angeblich seien die Kosten für die im Feststellungsbeschluss festgelegte

umfassende Variante zu hoch und der Koldenbüttler Sielzug  als Gewässer für ein derart

aufwendiges Modellprojekt zu unbedeutend. Die Einschätzung des Sielzugsystems als eher

unbedeutend konnte z.B. durch ein Elektrofischen des Kreisanglerverbandes im Jahr 2015

deutlich relativiert werden: Gefangen wurden bei einem Fischzug 650 Individuen, die insgesamt

10 Arten (Aale, Gründlinge, Rotaugen, Brassen, Barsche, Hechte, Moderlieschen, Schleie und

Karpfen) angehörten. Sogar ein dreistacheliger Stichling konnte nachgewiesen werden.

Alle Fische waren in einem sehr guten Zustand. Verwunderlich ist, dass die vorgebrachten

Bedenken zu den Kosten des Schöpfwerkumbaus und zur Qualität des Gewässers erst jetzt

vorgebracht werden.

Diese Bedenken hätte man vor 3 Jahren äußern können, wenn sie denn stichhaltig wären.

Jetzt wirken sie nur noch unverständlich und an den Haaren herbeigezogen.

Der Kreisanglerverband NF hat mit seinen Protesten in Poliitik und Öffentlichkeit immerhin erreicht,

dass am 21.02.2018 ein Gespräch im MELUND auf allerhöchster Ebenen über die Saxfähre-Pläne

geführt werden konnte.

Am 26.04.2018 folgt eine zweite Gesprächsrunde beim Husumer LKN.

Die Lokale Agenda 21 Koldenbüttel und der Kreisanglerverband Nordfriesland werden auf jeden Fall

ihr Engagement für einen umfassenden, modellhaften Fischschutz in Koldenbüttel nicht aufgeben.

 

Eckehard Bockwoldt                    Jürgen Töllner


 

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