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Angleransichten konnten sich nicht durchsetzen

In Sachen der Dorschquotierung sind die Versuche des DAFV und des LSFV SH gescheitert.  Wenn auch der DAFV in seinen Verbandsmitteilungen in der Fachzeitschrift RUTE & ROLLE vor kurzem noch verlauten ließ: „Wer den Wiederaufbau des Dorschbestandes unterstützen will, muss insbesondere das Laichen der Fische unter Schutz stellen.... Ebenso ist eine vorübergehende Anhebung des Dorsch-Mindestmaßes von 38 auf 40 Zentimeter denkbar.... Entschieden sprach sich das DAFV-Präsidium gegen eine eigene Dorschquote für die Angelfischerei oder Tagesfangbegrenzungen aus,“ so ist von diesen Lippenbekenntnissen kaum etwas übrig geblieben:

Das Mindestmaß für Dorsche blieb bei 38 cm. Es darf während der Laichzeit weiter auf laichbereite Großdorsche geangelt werden. Und das vom DAFV strikt abgelehnte Tageslimit? Es kam: 3 Fische pro Tag/Angler in der Laichzeit bzw. 5 Fische pro Tag/Angler in den übrigen Zeiten. Es erscheint uns müßig, diese Regelung noch weiter zu kommentieren. Festzuhalten bleibt, dass die Durchsetzung einer nachhaltigen Anglerposition nicht gelungen ist.

Wie sich die Auseinandersetzung um die so genannten AWZ-Gebiete entwickeln wird, ist derzeit noch offen. Wir hoffen, dass unsere Dachverbände aus den Fehlern der Dorschdiskussion gelernt haben und neue Wege zu beschreiten versuchen, wie es z.B. die Kutterkapitäne mit ihrem  „Schutz-und Klagefond“ vorgemacht haben. Neue Barrieren für uns Angler/innen machen auch neue Aktions- und Protestformen notwendig.